Zeitgeschehen/Gesellschaft
Was uns betrifft: Antisemitismus in der Gesellschaft – Information, Diskussion, Position und Handeln

                                 
Antisemitische Haltungen und Handlungen nehmen in der Gesellschaft seit Jahren stark zu: In Halle, Berlin, Frankfurt, Stuttgart, aber auch in Münster und an vielen anderen Orten werden jüdische Menschen angefeindet und angefeindet. Bei vielen wächst die Angst.
Mit Stefan Querl, stellvertretendem Leiter des Geschichtsorts Villa ten Hompel in Münster, Margarita Voloj, Mitglied der Synagoge Münster und Wolfgang Hüllstrung, Beauftragtem für den christlich-jüdischen Dialog in der Ev. Kirche im Rheinland diskutieren wir über Formen und Gefahren des Antisemitismus in unserer Gesellschaft, im Gedankengut, in der Werbung, in politischen Statements und sozialen Netzwerken: Welche Argumentationsmuster gibt es, was begünstigt antisemitische Haltungen, wie lässt sich der Gefahr begegnen, wie können wir couragiert handeln, als gesellschaftlich und politisch Verantwortliche und gerade auch als kirchlich Engagierte, die sich selbst nicht anders als Geschwister zum Judentum verstehen können.
Vor allem aber wollen wir zeigen: Was prägt jüdische Identität heute in der Gesellschaft? Wir wollen die Vielfalt jüdischer Kultur und jüdischen Glaubenszeigen, nicht zuletzt mit einem regionalen Beispiel: dem Leben, Glauben und Feiern der jüdischen Gemeinde Münster. Dies ist eindrucksvoll gezeigt im Film „Jüdisches Leben in Münster – heute“, aus dem wir Highlights sehen und mit Axel Linnenberg aus der Filmcrew diskutieren werden.
Und wir wollen einen Blick werfen auf die christlich-jüdischen Beziehungen: was macht das Judentum zur großen Schwesterreligion des Christentums? Warum sind wir um Gottes W(willen) miteinander verbunden? Worin zeigen sich die Früchte des jahrzehntlangen christlich-jüdischen Dialogs, wo aber liegen auch Herausforderungen?

Zeit: Do., 06.05.2021, 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr

Ort: Karl-Leisner-Haus Ahaus, Schloßstr. 19

Kosten: 12,- €, ermäßigt 7,- €, Studierende 5,- €

Referent*innen:

 

Stefan Querl,geb. 1974 in Duisburg, stellvertretender Leiter des Geschichtsorts Villa ten Hompel in

Münster und als Vize aller Regionalarbeitsgruppen Mitglied des Bundesvor-vorstands in dem

überparteilichen Netzwerk "Gegen Vergessen Für Demokratie" unter Ehrenvorsitz von Bundespräsident a.D.

Dr. h.c. Joachim Gauck in Berlin. Im Auftrag des Oberbürgermeisters Markus Lewe ist Querl seit 9.

November 2020 Beauftragter gegen Antisemitismus der Stadt Münster.

 

Margarita Voloj, Mitglied der Synagoge Münster

 

Wolfgang Hüllstrung, landeskirchlicher Beauftragter für die christlich-jüdischen Beziehungen und die Israel-

Palästina-Arbeit in der Rheinischen Landeskirche

 

Axel Linnenberg, Gesprächspartner aus der Filmcrw "Die jüdische Gemeinde Münster - heute"

 

 

Anmeldung: Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder
esther.bruenenberg@ekvw.de
0175/2180681

 
„geflohen, vertrieben - angekommen?! – Aspekte der Gewaltmigration im 20. und 21. Jh.

Das Thema “Flucht und Vertreibung” hat vor allem seit dem Sommer 2015 eine enorme Aktualität erfahren, die noch kurz zuvor nicht vorstellbar gewesen wäre. Tausende Menschen erreichten seinerzeit täglich die Europäische Union und über die Balkanroute schließlich die Bundesrepublik. Worte wie “Flüchtlingswelle” oder “Völkerwanderung” waren zu hören und zu lesen. Auch wenn uns zwischenzeitlich, nach dem EU-Türkei-Abkommen und einer zunehmenden Sicherung der Grenzen entlang der Balkanroute, deutlich weniger Menschen erreichen, so bleiben die grundsätzlichen Herausforderungen doch erhalten wie die Entwicklungen an der türkisch-griechischen Grenze in diesem Jahr zeigen.
Die Bilder in den Medien von der Balkanroute erinnerten an die Trecks der Flüchtlinge und Vertriebene, die nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Heimat aus Angst vor Gewalt und Krieg verlassen haben bzw. nach dem Krieg zwangsweise verlassen mussten und dabei oft nicht mehr besaßen, als das, was sie am Leibe trugen. Viele von ihnen hatten Angehörige im Krieg verloren und waren von den Ereignissen rund um den Krieg schwer traumatisiert.
Der Vortrag greift daher die aktuellen Herausforderungen auf und bettet sie in den historischen Kontext des Themas ein. Am Beispiel der Flucht und Vertreibung von Deutschen 1933 bis 1945/46 und der Situation heute veranschaulicht er, wie Mechanismen der Gewaltmigration zu allen Zeiten funktionierten und immer noch funktionieren, aber auch, welche Probleme sich beim Ankommen der Flüchtlinge in der neuen Heimat ergeben. Besonders spannend sind die Thesen des Vortragenden, warum Deutschland im Jahr 2015 von einer massiven Flüchtlingsbewegung erfasst worden ist.
Zuhören lohnt sich, Zeit für Fragen und Diskussion besteht ebenfalls.

Zeit: Mi., 23.06.2021, 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr

Ort: Volkshochschule Lengerich, Bahnhofstr.106, Lengerich

Kosten: 5,- €

Referent: Prof. Dr. Jochen Oltmer, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS), Osnabrück

Anmeldung: Jens Effkemann, Regionalgeschäftsführer Westfalen-Lippe, Volksbund  Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Tel: 0251 / 568 34
E-Mail: jens.effkemann@volksbund.de

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und der VHS Lengerich.



Diskussion aktuell: Das Recht auf Sterben – mit Hilfe anderer (§ 217, Urteil vom 26.0.22020)
Podiumsdiskussion und Workshops mit Dr. Michael de Ridder, Wolfgang Putz, Prof. Dr. Monika Bobbert und Dr. Nikolaus und Anne Schneider
 

Ins Herz getroffen: Die Liebe zum Leben hat Grenzen – so lässt es zumindest das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26.02.2020 zu § 217 vermuten: Jeder Mensch hat das Recht seinem Leben ein Ende zu setzen und dabei die Hilfe anderer in Anspruch zu nehmen. Dieses Recht ist nicht auf schwere, unheilhabe Krankheiten beschränkt, sondern bezieht sich auf jede Lebenssituation. Freiheit und Selbstbestimmung des Einzelnen bilden das argumentative Fundament des Urteils. Verwiesen wird auf das Allgemeine Persönlichkeitsrecht des Einzelnen (Art. 2, Abs. 1), das das Recht auf selbstbestimmtes Sterben einschließt. Assistierter Suizid aber war seit 2015 verboten. Dieses Verbot wurde mit dem Urteil vom 26.02.2020 gekippt. Sterbehilfevereine begrüßen das Urteil, die Kirchen lehnen es ab. Sterbewillige aber haben neue Rechte, Angehörige und Pflegepersonal sind verunsichert. Auch Ärzte, deren Berufsethos es ist Leben zu bewahren, stehen vor Herausforderungen. Mit Schreiben vom 23.6.2020 lehnt ein Bündnis katholischer Träger sozialer Einrichtungen Beihilfe zum Suizid in seinen Krankenhäusern und Altenheimen ab. Statt um Suizidbeihilfe ginge es um Suizidprävention – eindeutige rechtliche Rahmenbedingungen fehlen noch.
Zeit: Sa, 23.01.2021, 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Dieser Studientag muss aufgrund der gegenwärtigen Situation leider abgesagt werden und soll im Spätsommer nachgeholt werden.
Programm
9:00: Ankunft/Stehkaffee, Marienkirche Ahaus
9:30 Begrüßung, Grußworte Superintendent Joachim Anicker (Steinfurt) und Franz-Josef Plesker (für die kath. Kirchengemeinde Ahaus)
9.45: Statement Prof. Monika Bobbert
10:15: Statement Dr. Michael de Ridder
10:45: Statement: Wolfgang Putz
11:15: Pause
11.45 Statement: Anne Schneider
12:15: Statement: Dr. Nikolaus Schneider
13:00 Mittagessen
14:00: Workshops der Referent*innen
15:30: Kaffee
16:00: Podiumsdiskussion
ca. 17:00: Ende der Veranstaltung

Orte: Kath. Marienkirche Ahaus, Markt 3, Ahaus
Dorothee-Sölle-Haus, Ahaus, Wüllenerstr. 16, Ahaus
Karl-Leisner-Haus, Ahaus, Schloss-Str. 19, Ahaus

Kosten: 55,- € inkl. Mittagsimbiss


Referent*innen:

Prof. Dr. Monika Bobbert:
kath. Theologin, Sozialethikerin an der Kath. Fakultät der WWU Münster, Mitglied der Ethik-Kommission der Ärztekammer Westfalen-Lippe und der Westfälischen Wilhelms-Universität, Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählt: Bio-, Medizin- und Pflegeethik, Autorin zahlreicher Publikationen, u.a. „Gute Begutachtung? Ethische Perspektiven der Evaluation von Ethikkommissionen zur medizinischen Forschung am Menschen“ (2019).

Wolfgang Putz:
Rechtsanwalt, Lehrbeauftragter für Medizinrecht und Medizinethik an der LMU München,
Sachverständiger von Ethikkommissionen (so z.B. der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages), Autor mehrerer Publikationen zum Medizinrecht, u.a. Patientenverfügung nach Vorgaben des BGH: Der komplizierte Wunsch zu sterben (2018).

Dr. Michael de Ridder:
Internist, Sterbegleiter, Mitbegründer des Hospizvereines Vivantes in Berlin,
Autor mehrerer Bücher zur Sterbekultur,
zuletzt erschien: Abschied vom Leben – Von der Patientenverfügung zur Palliativmedizin (2018).

Dr. Nikolaus Schneider: ev. Theologe, Pfarrer, Präses der Ev. Kirche im Rheinland 2003-2013, Ratsvorsitzender der EKD 2010-2014, Autor zahlreicher Publikationen, u.a. mit Hermann Gröhe im Gespräch mit Evelyn Finger „Und wenn ich nicht mehr leben möchte? Sterbehilfe in Deutschland“ (2015)

Anne Schneider: Ehefrau von Dr. Nikolaus Schneider. Aus ihren kontrastreichen Diskussionen mit ihrem Mann zur Inanspruchnahme von Sterbehilfe entstand das Buch „Vom Leben zum Sterben. Ein Ehepaar diskutiert über Sterbehilfe, Tod und Ewigkeit“ (2019).

Flyer und Anmeldung: Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder

esther.bruenenberg@ekvw.de
0175/2180681

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Kath. Bildungswerk Borken und der Buchhandlung „Lesezeit – Bücher & mehr“ in Ahaus.


Wem gehört unser Leben?
Darf ein Mensch entscheiden, wie er sterben will?
Lektüre und Gespräch zum aktuellen Buch „Gott – ein Theaterstück“
von Ferdinand von Schirach (erschienen im September 2020)


Der Hauptakteur des Buches ist Richard Gärtner. Er ist 78, körperlich und geistig gesund. Seit dem Tod seiner Frau aber hat er den Sinn für sein (Weiter-)leben verloren. Ein Medikament, das ihn tötet – das ist sein Wunsch. Mediziner, Juristen, Seelsorger, Ethiker, Politiker und Teile der Gesellschaft zweifeln, ob Ärzte ihm bei seinem Wunsch zu sterben helfen dürfen. Die Ethik-Kommission diskutiert den Fall.

Am Ende müssen wir als Leser*innen ein Urteil fällen: Wem gehört unser Leben? Wer entscheidet über unseren Tod? Wer bin ich? Was ist der Mensch vor dem Angesicht Gottes?

An zwei Abenden führen wir in das hochaktuelle Thema ein und diskutieren zentrale Passagen des Buches auf dem Hintergrund sich verändernder Menschen- und Gottesbilder.

Es ist hilfreich, aber nicht zwingend, das Buch vorher gelesen zu haben.

Zeit: Mo., 08.03.2021, 19:00 Uhr
        Mo., 22.03.2021, 19:00 Uhr

Ort: Ev. Gemeindehaus Dülmen, Königswall 5, Dülmen

Kosten: keine

Referent*innen:
Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder, kath. Theologin,
Bildungsreferentin im Ev. Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken

Pfarrer i. P. Sebastian Renkhoff, Dülmen

Anmeldung: Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder
esther.bruenenberg@ekvw.de
0175/2180681


Der. Ev. Friedhof Marl-Lenkerbeck – Ort der Hoffnung:
Ein besonderer Ort Abschied zu nehmen und Trauer wie Hoffnung zum Ausdruck zu bringen
 

Der Friedhof ist nicht nur ein Ort für die Verabschiedung eines lieben Menschen, er ist mehr. Es handelt sich um einen Ort, an dem man seine Trauer selbstverständlich teilen kann. Dort kann man verweilen, gedenken, Trost finden und die Würde des Menschen über den Tod hinaus achten. Darüber hinaus sieht der Friedhof vor, dass die Botschaft von Hoffnung der Auferstehung verkündet wird. So haben die von der evangelischen Friedhofsverwaltung gestalteten Flächen neben der Verkündigung auch eine Meditations- und Ruhecharakter. Sie geben den Trauernden Ruhe, Kraft, Hoffnung und Trost. Unterschiedliche Themen haben dort ihren Ort gefunden, um die Trauerverarbeitung aufzugreifen. Man findet einen Trauerparcours, einen Sinnesgarten und die vielfältigen, bewusst angelegten Naturflächen können als Naturlehrpfad begangen werden.
Die Vielfalt der Gesamtanlage kann als Garten- oder Naturerlebnis begangen werden.
Das Kolumbarium, das ebenfalls dazu gehört lädt zum Meditieren und Verweilen an. Kunstvoll gestaltete Fenster laden zum Betrachten ein.

Ein Ort nicht nur für Trauernde. Ein Ort um sich selbst bewusst zu werden und um zur Ruhe zu kommen. Im kleinen Café, das nebenan dazu gehört, kann man bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch kommen.

Zeit: Mi, 21.04.2021, 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Ort: Am Eingang des Friedhofs,von Flotow-Straße, Marl (13:45 Uhr), bei eigener Anreise

Kosten: keine, eine Spende ist willkommen.

Referentin: Heike Ebbert-Brüggemann, Gescher, Sterbebegleiterin

Anmeldung: Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder
esther.bruenenberg@ekvw.de
0175/2180681

 

Naher Osten
Jerusalem im status quo    
        

Kurz nach dem sogenannten Jersusalemtag, der in Israel 2021 am 9./10. Mai gefeiert wird und an die Wiedervereinigung Jerusalems nach dem Sechs-Tage-Krieg 1967 erinnert, für die arabische Bevölkerung aber bis heute ein Anstoß ist, ist es umso zentrale genau hinzuschauen: Wem gehört Jerusalem? Wie lassen sich politische Ansprüche mit religiösen Sehnsüchten vereinbaren? Welche Botschaft geht aus von einer Stadt, die drei Religionen als „heilig“ gilt?
Kulturen, Religionen, politische Mächte von innen und außen - alle erheben Anspruch auf einen einzigen Ort, auf eine Stadt, in der man in jedem Winkel ihre jahrtausendelange Geschichte spürt: Jerusalem. Doch wie lebt es sich in einer so unglaublichen, einzigartigen Stadt? Wo verschiedenste Welten aufeinandertreffen, wo Konflikte vorprogrammiert sind, wo untereinander strikte Regeln herrschen, um Eskalationen zu vermeiden und wo genau das zu herumstehenden Leitern führt ... Die Geschichte der Grabeskirche als der Wiege des Christentums kann von Konflikten unter den Konfessionen wahrlich ein Lied singen.
Annika Freyhoff hat ein Jahr in Jerusalem an der Dormition Abbey studiert ist seitdem in verschiedenen friedenspolitischen und sozialen Projekten und Initiativen immer wieder in Jerusalem. Sie berichtet aus der Stadt, von der stets eine große Sehnsucht nach Frieden ausgeht, die aber durch die Geschichte bis in die Gegenwart hinein Ort schmerzlicher politischer wie religiöser Auseinandersetzung ist.
Und doch: Es bleibt die Stadt, in der der Tempel als Wohnstatt Gottes stand, es bleibt die Stadt der Gottessuche- und Gottesnähe, die Stadt Jesu im größtmöglichen Erlebenskontrast von Kreuzigung und Auferstehung und die Stadt der eschatologischen Hoffnung dreier Religionen.
Lassen Sie sich mitnehmen auf die Reise nach Jerusalem!
Zeit: Di., 11.05.2021, 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr
Ort: Ev. Gemeindehaus Dülmen, Königswall 5, Dülmen
Kosten: keine, eine Spende ist willkommen.
Referentin: Annika Freyhoff, studiert katholische Theologie und Antike Kulturen Ägyptens und Vorderasiens an der WWU Münster, verbrachte ein Studienjahr an der Dormition Abbey in Jerusalem

Anmeldung: Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder
esther.bruenenberg@ekvw.de
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Frieden! – eine andere Option gibt es nicht.
Sumaya Farhat-Naser, Menschen- und Frauenrechtlerin aus Birzeit/Ramallah in Palästina spricht über ihr Engagement für den Frieden

 
Was bewegt Menschen sich nach Jahrzehnten erlebter Gewalt und Ungerechtigkeit für den Frieden einzusetzen? Wie schaffen sie es Resignation und Hoffnungslosigkeit zu überwinden? Die palästinensische Menschen- und Frauenrechtlerin Sumaya Farhat-Naser arbeitet seit Jahrzehnten für den Frieden im Nahen Osten, als Brückenbauerin zwischen Palästinensern und Israelis, als Friedensstifterin in unzähligen Projekten und Initiativen. Frauen christlicher und muslimischer Prägung ermutigt sie zum Dialog.
Mit Menschlichkeit die Menschlichkeit der anderen zu wecken - das ist ihre Botschaft.
Diese Botschaft gilt in diese Zeit hinein ganz besonders!
Sumaya Farhat-Naser, geboren 1948 in Birzeit bei Jerusalem, hat Biologie, Geografie und Erziehungswissenschaften an der Universität Hamburg studiert. 1982-1997 war sie Dozentin für Botanik und Ökologie an der palästinensischen Universität Birseit. Seit 1997 ist sie Leiterin des palästinensischen "Jerusalem Center for Women". Regelmäßige Vorträge u.a. über Erziehung, Alltag, Ökologie, Frauen und die politische Lage in Palästina in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ihre Bücher „Thymian und Steine“, „Im Schatten des Feigenbaums“ und „Disteln im Weinberg“ genießen eine hohe Bekanntheit und Popularität. 1995 wurde Sumaya Farhat-Naser mit dem Bruno-Kreisky-Preis für Verdienste um die Menschenrehchte und 1997 mit dem Buchpreis des Deutschen Verbandes Evangelischer Büchereien sowie dem Versöhnungspreis "Mount Zion Award" in Jerusalem ausgezeichnet. Sie lebt in Birzeit/Ramallah.

Zeit: Mo., 10.05.2021, 19:30 Uhr bis 22:00 Uhr

Ort: Otgerushaus Stadtlohn, Dupfkampstr.31, Stadt

Kosten: 10,- €, ermäßigt 7,- €

Referentin: Sumaya Farhat-Naser, palästinensische Frauen- und Menschenrechtlerin

Anmeldung: Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder
esther.bruenenberg@ekvw.de
0175/2180681