Das Jahr 2021 steht im Zeichen der Ökumene: Vom 13.-16. Mai 2021 findet der 3. Ökumenische Kirchentag in Frankfurt/M. statt. Das Motto lautet: „Schaut hin“ (Mk 6,38). Der Kirchenkreis wird zusammen mit den Kreisdekanaten eine ökumenisch verantwortete Fahrt zum Kirchentag nach Frankfurt anbieten. Informationen dazu erfolgen im Herbst 2020.

Die nachfolgenden Veranstaltungen wollen auf den Ökumenischen Kirchentag vorbereiten und ein neues Bewusstsein für die Ökumene wecken.



Schaut hin (Mk 6,38) – Ökumene im Dialog

Der 3. ÖKT ist eine große Chance: In Frankfurt am Main, der Bankenmetropole Deutschlands, in einer Stadt mit viel Internationalität, gilt es, das Zeugnis für Jesus Christus mitten in der Welt gemeinsam abzulegen. "Schaut hin" ist das Leitwort: Im Dialog werden Michael Beintker (evangelisch) und Thomas Söding (katholisch) bedenken, welches die wichtigsten gesellschaftlichen, kulturellen und kirchlichen Herausforderungen sind, bei denen der Kirchentag genau hinsehen muss, um sie zu erkennen und in ihnen die Spuren Gottes zu lesen. Was verbindet die evangelische und die katholische Kirche? Und wo gibt es Unterschiede in den Sichtweisen und den Handlungsoptionen? Ein zentrales Thema wird sein, wie gemeinsam Eucharistie und Abendmahl gefeiert werden kann. Neue Vorschläge liegen auf dem Tisch - es ist an der Zeit, sie zu begutachten und umzusetzen.
Ökumene live - in Burgsteinfurt wird der 3. Ökumenische Kirchentag schon einmal geprobt.
 
Zeit: Mo. 16.11.2020, 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Ort: Kleine Kirche Burgsteinfurt, Flintenstr. 9, Steinfurt
Kosten: Eintritt frei. Um eine angemessene Spende wird gebeten.
Referenten: Prof. Dr. Thomas Söding (Bochum/Münster) und Prof. Dr. Michael Beintker (Horstmar/Münster)
Anmeldung: Eine Anmeldung ist nicht zwingend, aus gegenwärtigem Anlass wird jedoch ausdrücklich darum gebeten, da die gebotenen Abstandsregelugen geringere Platzkapazitäten ermöglichen.
Richten Sie Ihre Anmeldung bitte an: Anne Dzierzawa, buero@ev-ju.de oder telefonisch: 02573/797.


Mit Hammer und Heiligenschein – ein ökumenisches Wochenende

Reformationstag und Allerheiligen geben dem Wochenende den Titel: Mit Hammer und Heiligenschein.  Was ist eigentlich Grundlage dieser beiden Feiertage und wie hängen sie miteinander zusammen? Wir wollen uns auf ökumenische Wege begeben und Gespräche entwickeln: Was bewegt uns als evangelische Christen im Gespräch mit katholischen Christen und andersrum? Wonach sehnen wir uns, wenn wir von "geeinter Christenheit" sprechen? Sind nicht längst viele Konflikte behoben, viele Unterschiede beseitigt? Ein genauer Blick zeigt, dass es noch Schmerzenspunkte gibt. Die wollen wir nicht verschweigen, sondern in den Blick nehmen. Wie Kirchenbilder, Abendmahl-/und Eucharistieverständnis trennen, so sind wir geeint in Freiheit, Gewissen und Verantwortung, in unserem ethischen Handeln. Auch das wollen wir in den Blick nehmen.  Best practice-Beispiele aus der gelebten Ökumene werden Anregungen für die Zukunft sein.
Der Ökumenische Kirchentag in Frankfurt vom 13.-16.05.2021 wirft seine Strahlen voraus. Dieses Wochenende kann eine gute Vorbereitung sein.

Zeit: Fr. 30.10.2020, 16:30 Uhr bis So. 01.11.2020, 14:00 Uhr
Ort: Kloster Mariengarden Borken-Burlo, Vennweg 6, Borken
Kosten: 75,- € incl. Übernachtung und Verpflegung
Leitung:
Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder, Bildungsreferentin im Ev. Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken
Dirk Heckmann, Pfarrer für Jugend und Bildungsarbeit, Pilgerbegleiter (ev.)
Anmeldung: Richten Sie Ihre Anmeldung bitte an: Anne Dzierzawa, buero@ev-ju.de oder telefonisch: 02573/797.


Kursrichtung: Ökumene – wohin? Standortbestimmung: evangelisch oder katholisch? Und die Folgen?

Das Ökumenische Großereignis des Jahres 2021 ist der Ökumenische Kirchentag vom 13.-16.05.2021.
Dieser Abend will den Reichtum und die Faszination Ökumenischer Kirchentag und Ökumene vorstellen und dabei fragen:
Was ist und will Ökumene? Haben wir nicht längst alle Unterschiede überwunden?
Was meinen wir, wenn wir von Einheit sprechen? Kann es wirklich eine Einheit geben? Worin könnte sie bestehen? Wäre nicht vielmehr aus der Pluralität ein Gewinn zu schöpfen? Welche Formen, Rituale und Bekenntnisse prägen das Christentum eigentlich weltweit? Und wer sind wir eigentlich selbst in unserer konfessionellen Prägung? Wir werfen einen Blick auf die Frage, was es heißt evangelisch oder katholisch zu sein. Meist ist dies keine bewusste Entscheidung, sondern ein Erbe. Wie aber prägt dieses Erbe unsere Persönlichkeit und religiöse Identität, unsere Spiritualität und unser Christsein. Um mit anderen Konfessionen in Dialog treten zu können, bedarf es der eigenen Standortbestimmung.

Zeit: Mi. 04.11.2020, 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Ort: Ev. Kirche Gescher, Friedensstr. 2, Gescher
Kosten: keine
Referentin: Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder, Bildungsreferentin im Ev. Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken
Anmeldung: Eine Anmeldung ist nicht zwingend, aus gegenwärtigem Anlass wird jedoch ausdrücklich darum gebeten, da die gebotenen Abstandsregelugen geringere Platzkapazitäten ermöglichen.
Richten Sie Ihre Anmeldung bitte an: Anne Dzierzawa, buero@ev-ju.de oder telefonisch: 02573/797.


Dialog mit der Assyrischen Kirche des Ostens in Borken-Burlo

Ca. 400.000 Christen gehören weltweit der Assyrischen Kirche des Ostens an, vor allem im Nahen und Mittleren Osten (Syrien, Iran, Irak), aber auch Australien und den USA bis hinein nach Indien. In Deutschland gibt es nur drei Gemeinden: in Mainz und Wiesbaden sowie bei uns im Kirchenkreis in Borken-Burlo. Die Gemeinde in Borken-Burlo ist noch sehr jung. Seit 2013 ist die ca. 120 Familien umfassende Gemeinde in der Ev. Markuskirche zu Hause. Viele von ihnen sind vor der Schreckensherrschaft des IS aus Syrien geflohen. Heute leben sie eine starke Ökumene mit den Ev. und Kath. Gemeinden vor Ort.

Spannend ist die Assyrische Kirche des Ostens nicht nur, weil sie sehr alte Traditionen pflegt, die bis in die Anfangsjahrhunderte des Christentums zurückgehen. Sie sprechen Syrisch-Aramäisch, haben starke familiär-religiöse Traditionen und teilen mit der weltweiten Christenheit die Bibel und das Sakrament des Brotes. Es wird spannend sein zu erfahren, welche Schätze die assyrischen Christen aus der langen Zeit ihrer Glaubensgemeinschaft bewahren und welche davon sie mit den evangelischen und katholischen Christen teilen, wie und welche Feste sie feiern, wie sie von und mit Gott sprechen, wie sie den religiösen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart begegnen.

Als Orientalen sind sie geprägt von einer der starken Tugenden des frühen Christentums, der Gastfreundschaft. Nutzen wir die Chance des Dialogs uns gegenseitig noch besser kennenzulernen: im Gespräch, beim Essen und beim Gebet! Gleich zweimal sind wir zu einer Begegnung eingeladen.

Zeit:
Do. 05.11.2020, 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr
Sa. 14.11.2020, 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Ort: Assyrische Kirche Mar Odisho & Mar Qardagh Borken, An der Evangelischen Kirche 4, Borken
       Treffpunkt: Bei eigener Anreise direkt vor der Kirche
Kosten: keine
Leitung: Dr. Simon Shlemon Yonan, Achour Givargis
Anmeldung: Eine Anmeldung ist nicht zwingend, aus gegenwärtigem Anlass wird jedoch ausdrücklich darum gebeten, da die gebotenen Abstandsregelugen geringere Platzkapazitäten ermöglichen.
Richten Sie Ihre Anmeldung bitte an: Anne Dzierzawa, buero@ev-ju.de oder telefonisch: 02573/797.
Die Anmeldung ist nur für eine der beiden angegebenen Veranstaltung möglich: Berücksichtigen Sie das bitte bei Ihrer Anmeldung.