Glaube und Religione(n)
Judentum

 

Das Jahr 2021 steht im Zeichen eines besonderen Jubiläums: seit 1700 Jahren Juden in Deutschland
(www.1700jahre.de). Ein Edikt Kaiser Konstantins aus dem Jahr 321 n. Chr. Erwähnt die Kölner jüdische Gemeinde. Es gilt als ältester Beleg jüdischen Lebens nördlich der Alpen.
Im Zuge dieses Jubiläums möchten wir in diesem Jahr einige Veranstaltungen zur Information über das Judentum, aber auch zur Begegnung und zum Dialog mit dem Judentum anbieten:


Judentum, was geht das uns an?
Jesus und Paulus geben Antworten, aber auch Shalom Ben Chorin und Ruth Lapide!

 


Das Judentum ist die große Schwesterreligion des Christentums. Ohne Judentum gäbe es kein Christentum, ohne Altes Testament kein Neues Testament. Keine andere Religion teilt sich so wie Christen und Juden einen Teil der ihr Heiligen Schrift. Vieles aus unserer Festtradition und unserer Liturgie stammt aus dem Judentum. Ist uns das so bewusst? Wir wollen mit prominenten Vertreter*innen des Judentums ins Gespräch kommen: Jesus ist der erste! Was prägte sein jüdisches Selbstverständnis? Und wie verhielt es sich eigentlich mit Paulus: Starb er als Jude oder als Christ? Moderne Gesprächspartner des jüdisch-christlichen Dialogs wie Shalom Ben Chorin und Ruth Lapide nennen Jesus Bruder und uns Geschwister. Was bedeutet das für uns als Christen?

Der Abend hält Entdeckungen für eine neue Wertschätzung des Judentums bereit, das uns auch um unserer selbst viel angeht!

Zeit: Mo., 01.03.2021, 19:30 Uhr

Ort: Ev. Gemeindehaus Dülmen, Königswall 5, Dülmen

Kosten: keine

Referentin:
Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder, kath. Theologin,
Bildungsreferentin im Ev. Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken

Anmeldung: Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder
   esther.bruenenberg@ekvw.de
   0175/2180681












Um Gottes (w)Willen verbunden! – Ein Wochenende mit der Geschwisterreligion des Judentums

Dialog – Begegnung mit der jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen – Marc Chagalls Bilder aus jüdischer Sicht – Kennenlernen rabbinischer Schriftlektüre – Besuch des Jüdischen Museums von Westfalen Dorsten – Film „Masel tov Cocktail“ – Gang über den Jüdischen Friedhof Borken

 

Jüdisches Leben ist oft wenig bekannt. Es gibt nur selten Begegnungs- und Dialogmöglichkeiten. Wer sich mit dem Judentum beschäftigt, stößt oft (zu) schnell das verfolgte Judentum durch die Jahrhunderte bis hin zum Holocaust und verstärkt auch wieder in der Gegenwart.

Dieses Wochenende möchte einen lebenszugewandten Zugang wählen und sagt: Das Judentum ist nicht allein die verfolgte Religion und Kultur, sondern die lebendige, lebende und vielfältige hier und heute, gegenwärtig, weltweit, aber auch in unserer Nachbarschaft. Das Judentum ist keine museale Religion, deren Kultgegenstände wir in den Vitrinen des Museums finden, sondern eine real gelebte Religion!

Deshalb beginnen wir dieses Wochenende am Freitagnachmittag (5. März 2021) mit einer Begegnung mit der jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen. Wir treffen uns dort um 16:15 Uhr vor dem Eingang, Georgstr. 2 in Gelsenkirchen. Nach einem Dialog mit der Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen, Frau Judith Neuwald-Tasbach, sind wir zur Teilnahme am ca. 30minütigen Shabbat-Gottesdienst der Gemeinde eingeladen. Ein Abendessen werden wir in Gelsenkirchen einnehmen.

Der Samstag wird von vielfältigen Schwerpunkten geprägt sein: dem Kennenlernen rabbinischer Schriftlektüre, dem Besuch des Jüdischen Museums von Westfalen in Dorsten mit einer Führung und einem Workshop zu dem hochaktuellen und viel besprochenen Film „Masel tov Cocktail“ (https://www.crew-united.com/de/projekte/displayProjectdata.asp?IDPD=258760), der auf eindrucksvolle Weise jüdische Identität der Gegenwart sowie Außenwahrnehmungen der Gesellschaft auf das Judentum beleuchtet, die oft verzerrt sind.

Der Samstagabend möchte eine dezidiert jüdische Sicht auf die Bildwelt Marc Chagalls werfen.

Den Abschluss bildet am Sonntag das Verstehen des Judentums von seinen Toten her. Ein Gang über den jüdischen Friedhof in Borken erschließt Familiengeschichten, jüdisches Leben, aber auch jüdisches Sterben und Vorstellung von einem Leben nach dem Tod.

Zeit: Fr., 19.11.2021, 16:30 Uhr bis So., 21.11.2021, 14:00 Uhr

Ort: Kloster Mariengarden, Vennweg 6, Borken-Burlo
Treffpunkt: Fr., 05.03.2021, 16:30 Uhr, jüdische Gemeinde Gelsenkirchen, Georgstr.2, Gelsenkirchen

Kosten: 150,- € (inkl. Übernachtungen im EZ, Mahlzeiten, Eintritte, Führung und Workshop im     Museum)
    120,- € (inkl. Übernachtungen im DZ und Mahlzeiten, Eintritte, Führung und Workshop im     Museum)
  100,- € für Studierende
    Ermäßigung auf Antrag möglich.


Referent*innen:
Walter Schiffer, Theologe und Religionswissenschaftler, Borken
Judith Neuwald-Tasbach, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen
Dr. Kathrin Pieren, Leiterin des Jüdischen Museums Dorsten
Anna Mausbach, Pädagogische Mitarbeiterin des Jüdischen Museums Dorsten

Aufgrund der Entfernungen zwischen dem Kloster Mariengarden und der jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen bzw. dem Jüdischen Museum von Westfalen in Dorsten sollten Sie einen PKW zur Verfügung haben oder sich in Fahrgemeinschaften zusammentun.

Anmeldung: Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder
   esther.bruenenberg@ekvw.de
   0175/2180681


Lesung: „Die Judenmetzgerei“ von und mit Hermann Multhaupt
 
Hermann Multhaupt liest aus seinem jüngst erschienenen Roman: Die Judenmetzgerei. Ein Familienschicksal aus Deutschlands dunkelster Zeit:
Else Rubin, Mutter von sechs Kindern, hat alle Hände voll zu tun, um ihre Metzgerei im Jahr 1943 am Laufen zu halten. Ihr Mann kämpft an der Front in Russland, nur der einbeinige Onkel Gustav arbeitet in der Metzgerei mit. Als Frau Rubin das Mutterkreuz für ihre Kinder verliehen werden soll, die sie laut Ortsgruppenleiter "dem Führer geboren hat", lehnt sie sich erstmals mutig gegen die NS-Ideologie auf. In der Folgezeit wird die Familie immer wieder von SS-Leuten schikaniert. Schließlich kommt es so weit, dass alle Juden der Stadt freitags nur noch in ihrer Metzgerei einkaufen dürfen.
Auch wenn dies das Ende ihrer Existenz bedeuten kann, solidarisiert sich Else Rubin immer stärker mit ihrer jüdischen Kundschaft ...
Angesichts aktuell wiederauflebender rechtsradikaler Tendenzen ist das authentisch erzählte, zum Teil auf Tatsachen beruhende Familienschicksal eine eindringliche Warnung. Gerade in der heutigen Zeit ist Aufmerksamkeit und couragiertes Handeln gefragt, um das Wiedererstarken antisemitischer Ideologien im Keim zu ersticken.
Zeit: Fr., 16.04.2021, 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Ort: Ev. Gemeindehaus Gescher, Friedensstr. 2, Gescher
Kosten: 5,- €. Die Eintrittskarten können bei „Ihr Buchladen“, Hauskampstr. 21, Gescher und an der Abendkasse erworben werden.

Anmeldung: Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder
   esther.bruenenberg@ekvw.de
   0175/2180681


Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Buchhandlung „Ihr Buchladen“ in Gescher.


Was uns betrifft: Antisemitismus in der Gesellschaft – Information, Diskussion, Position und Handeln
 
                               
Antisemitische Haltungen und Handlungen nehmen in der Gesellschaft seit Jahren stark zu: In Halle, Berlin, Frankfurt, Stuttgart, aber auch in Münster und an vielen anderen Orten werden jüdische Menschen angefeindet und angefeindet. Bei vielen wächst die Angst.
Mit Stefan Querl, stellvertretendem Leiter des Geschichtsorts Villa ten Hompel in Münster, Margarita Voloj, Mitglied der Synagoge Münster und Wolfgang Hüllstrung, Beauftragtem für den christlich-jüdischen Dialog in der Ev. Kirche im Rheinland diskutieren wir über Formen und Gefahren des Antisemitismus in unserer Gesellschaft, im Gedankengut, in der Werbung, in politischen Statements und sozialen Netzwerken: Welche Argumentationsmuster gibt es, was begünstigt antisemitische Haltungen, wie lässt sich der Gefahr begegnen, wie können wir couragiert handeln, als gesellschaftlich und politisch Verantwortliche und gerade auch als kirchlich Engagierte, die sich selbst nicht anders als Geschwister zum Judentum verstehen können.
Vor allem aber wollen wir zeigen: Was prägt jüdische Identität heute in der Gesellschaft? Wir wollen die Vielfalt jüdischer Kultur und jüdischen Glaubenszeigen, nicht zuletzt mit einem regionalen Beispiel: dem Leben, Glauben und Feiern der jüdischen Gemeinde Münster. Dies ist eindrucksvoll gezeigt im Film „Jüdisches Leben in Münster – heute“, aus dem wir Highlights sehen und mit Axel Linnenberg aus der Filmcrew diskutieren werden.
Und wir wollen einen Blick werfen auf die christlich-jüdischen Beziehungen: was macht das Judentum zur großen Schwesterreligion des Christentums? Warum sind wir um Gottes W(willen) miteinander verbunden? Worin zeigen sich die Früchte des jahrzehntlangen christlich-jüdischen Dialogs, wo aber liegen auch Herausforderungen?
Zeit: Do., 06.05.2021, 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Ort: Karl-Leisner-Haus Ahaus, Schloßstr. 19
Kosten: 12,- €, ermäßigt 7,- €, Studierende 5,- €
Referent*innen:
Stefan Querl, geb. 1974 in Duisburg, stellvertretender Leiter des Geschichtsorts Villa ten Hompel in Münster und als Vize aller Regionalarbeitsgruppen Mitglied des Bundesvorstands in dem überparteilichen Netzwerk "Gegen Vergessen Für Demokratie" unter Ehrenvorsitz von Bundespräsident a.D. Dr. h.c. Joachim Gauck in Berlin. Im Auftrag des Oberbürgermeisters Markus Lewe ist Querl seit 9. November 2020 Beauftragter gegen Antisemitismus der Stadt Münster.
Margarita Voloj, Mitglied der Synagoge Münster
Wolfgang Hüllstrung, landeskirchlicher Beauftragter für die christlich-jüdischen Beziehungen und die     Israel-Palästina-Arbeit in der Rheinischen Landeskirche
Axel Linnenberg, Gesprächspartner aus der Filmcrew „Die jüdische Gemeinde Münster – heute“

Anmeldung: Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder
   esther.bruenenberg@ekvw.de
   0175/2180681

Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Ev. Erwachsenenbildung des Ev. Kirchenkreises Münster.









Jüdische Märchen, Witze und Anekdoten, gelesen von Judith Neuwald-Tasbach,
an der Klarniette: Norbert Labatzki
     
Mit einem literarisch-musikalischen Abend knüpfen Judith Neuwald-Tasbach und Norbert Labatzki an eine starke jüdische Tradition und präsentieren mit Charme die reichhaltigen Facetten des jüdischen Humors, der ja für seine Geisteskrobatik bekannt ist. Erzählungen aus der Welt des Chassidismus führen uns zurück in die Welt der osteuropäischen Schtetl, und wir erfahren u.a. vom heiligen Baal-Schem und dem vergessenen Brief, der ausgeschütteten Suppe, und hören aber auch tiefgründige jüdische Witze. Und natürlich hören wir lustige Geschichten z.B. von Paul Spiegel und erfahren u.a. mehr über den legendären Blaumilch-Kanal!
Die Klarinette, die ja fester Bestandteil jüdischer Klezmermusik ist, gibt der jüdischen Erzähltradition Esprit und Schönheit. Der Klarinettist Norbert Labatzki begleitet die Lesung mit traurigne und lustigen Melodien.
Lassen Sie Farbigkeit und Wortwitz des Orients Ihr Herz erfreuen und lassen Sie sich faszinieren vom jüdischen Humor: Erleben Sie feine und wohltuende Unterhaltung mit Tiefsinn!
Zeit: So.,30.05.2021, 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Ort: Ev. Kirche Dülmen, Königswall 5, Dülmen
Kosten: 10,- €, ermäßigt 7,-
Referenten: Judith Neuwald-Tasbach, Vorsitzende der jüdische Gemeinde Gelsenkirchen
   Norbert Labatzki, Klarinettist, Gelsenkirchen

Anmeldung: Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder
      esther.bruenenberg@ekvw.de
      0175/2180681







Studienfahrt nach Berlin
Jüdisches Leben in Deutschland und Berlin
Reisetermin: 24. bis 27. Oktober 2021
Eine gemeinsame Fahrt des Ev. Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken
und der Kath. Landvolkshochschule Schorlemer Ast Freckenhorst

 


Programm (u.V., Änderungen möglich)

1. Tag: Anreise nach Berlin
Morgens fahren Sie im komfortablen Fernreisebus von Münster nach Berlin. Aufenthalt an der Gedenkstätte der Deutschen Teilung am ehemaligen Grenzübergang Marienborn. Nach der Ankunft in Berlin beziehen Sie Ihre Zimmer im Hotel Park Inn by Radisson Berlin Alexanderplatz. Nach der Ankunft unternehmen Sie einen Spaziergang entlang des Prachtboulevards „Unter den Linden“ zum Brandenburger Tor und zum Reichstagsgebäude.

2. Tag: Berlin
Am Vormittag unternehmen Sie eine Führung zum Thema „Jüdisches Leben in Berlin*“. Das jüdische Leben zeigt sich an vielen Ecken Berlins. Mit diesem Spaziergang reisen Sie zurück in die neuen Anfänge jüdischen Lebens, die 1671 mit der Einladung von vertriebenen Familien aus Wien nach Berlin begannen. Sie entdecken den Standort des ersten Gemeindehauses in den Heidereutergassen und des ersten Friedhofs in der Großen Hamburger Straße. Moses Mendelsohn hat die erste Knabenschule für Juden begründet, seine Grabstätte liegt in unmittelbarer Nähe. Im Nationalsozialismus haben nicht-jüdische Frauen für die Freilassung ihrer jüdischen Ehemänner erfolgreich in der Rosenstraße demonstriert. Otto Weidt hat in seiner Bürstenmanufaktur eine Familie in der Rosenthaler Straße versteckt. Der Rundgang endet in der Oranienstraße vor der Neuen Synagoge. Nach der Mittagspause besuchen Sie die Neue Synagoge und den jüdischen Friedhof an der Schönhauser Allee.

*) Bei der Stadtführung am Vormittag können Sie wählen, welches Stadtviertel Ihre Gruppe besuchen möchte - zur Wahl stehen Berlin-Mitte, Berlin-Charlottenburg und Berlin-Schöneberg.

3. Tag: Berlin
Morgens besuchen das Jüdische Museum Berlin in der Lindenstraße und sehen dort die neue Dauerausstellung „Jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland“. Die Ausstellung gliedert sich in fünf historische Kapitel, die von den Anfängen jüdischen Lebens in Aschkenas über die Emanzipations­bewegung der Aufklärung und deren Scheitern bis in die Gegenwart reichen. Der Nationalsozialismus und das Kapitel „Nach 1945“ nehmen dabei großen Raum ein. Hier stehen Themen wie Restitution und Wieder­gutmachung, das Verhältnis zu Israel und die russisch­sprachige Einwanderung ab 1990 im Mittelpunkt. Der „Schlusschor“ macht die Viel­stimmigkeit gegen­wärtigen jüdischen Lebens in einer Video­installation sichtbar. Der Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung. Möglichkeit für eine weitere Besichtigung oder eine Begegnung.

4. Tag: Schifffahrt auf der Spree – Heimreise
Am Vormittag sehen Sie Berlin aus der Perspektive des Flusses, während Sie an einigen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbeikommen. Entspannen Sie sich auf dem komfortablen Boot, das die Spree entlangfährt, und genießen Sie unter anderem die herrliche Aussicht auf die Museumsinsel, den Fernsehturm, den Reichstag, das Schloss Bellevue und den Berliner Dom. Anschließend treten Sie Ihre Heimreise an.

IM REISEPREIS ENTHALTENE LEISTUNGEN
•    Fahrt im komfortablen Fernreisebus mit Klimaanlage und WC
•    Drei Übernachtungen im Hotel Park Inn by Radisson Berlin Alexanderplatz in Berlin im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/WC
•    Halbpension
•    Stadtsteuer Berlin
•    Alle Ausflüge und Besichtigungen lt. Programm inkl. aller Eintrittsgelder
•    Besuch des Jüdischen Museum Berlin
•    Schifffahrt auf der Spree
•    Sachkundige, örtliche Führungen
•    Freiplatz für die LVHS-Reiseleitung und den Busfahrer

REISEVERANSTALTER
Dialog-Medien und Emmaus-Reisen GmbH
Telefon: 02 51 / 2 65 50-0
E-Mail: info@emmaus-reisen.de

Zeit: So., 24.10.2021, 8:00 Uhr bis Mi., 27.10.2021, 19:00 Uhr
Ort: Berlin
Kosten: ca. 490,- €
Einzelzimmerzuschlag: 130,- €
(Einzelzimmer nur begrenzt verfügbar)

Mindestteilnehmerzahl: 30 Personen.
Leitung: Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder, Theologin, Bildungsreferentin im Ev. Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken
Anmeldung: Wir bitten um frühzeitige Anmeldung bis spätestens 31.07.2021.
Flyer und Anmeldung:
      Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder
      esther.bruenenberg@ekvw.de
      0175/2180681





Jesus interreligiös: Welchen Blick auf Jesus hat der Koran?
Überraschende Einblicke – neue Erkenntnisse
 
Jesus gilt im Islam als einer der bedeutendsten Propheten. Im Koran, der heiligen Schrift der Muslim, wird er „Jesus, der Sohn Marias“ genannt. Seine Geburt wird geschildert, aber anders, als wir das aus den Evangelien kennen. Wie kein anderer gilt er als Zeichen, ja als Wort Gottes Was zeichnet ihn im Gegensatz zu den anderen Propheten aus und welchen Stellenwert hat er im Gegensatz zum christlichen Jesus? Jesus ist Gottesknecht – es gibt sogar Ausleger, die sagen, der Messias-Titel sei koranisch in besonderen Deutungsweisen denkbar. Jesus wird im Koran vor allem mit der Barmherzigkeit in Verbindung gebracht – der, der Frieden bringt und Leben ermöglicht.
Dieser Vortrag möchte mit Ihnen auf Spurensuche gehen, um den koranischen Jesus kennenzulernen. Mit Saida Aderras konnten wir eine junge Religionswissenschaftlerin gewinnen, die – wie nur wenige – für eine historisch-kritische Betrachtungsweise des Koran steht, den Koran wissenschaftlich deutet und auf seinen Entstehungskontext zurückführt wie auf seine gegenwärtige Deutung befragt. Das ist uns Christen von unserem Bibelverständnis her sehr nah.
Viele Einblicke dürften neuartig sein und das muslimisch-christliche Verhältnis auch in der Verbundenheit des gemeinsamen Glaubens an den einen Gott, gerade durch Jesus vermittelt, stärken.
Zeit: 19:00 Uhr – 21:00 Uhr
Ort: Dorothee-Sölle-Haus Ahaus, Wüllener Str. 16, Ahaus
Kosten: 5,- €
Referentin: Saida Aderras, muslimische Religionslehrerin, Islamwissenschaftlerin, Mitarbeiterin der Stiftung Weltethos, Dortmund

Anmeldung: Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder
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Christentum
Ich glaube… ja, was eigentlich?
Christsein in einer veränderten Welt
 
„Ich glaube.“ Diese Worte werden manch einem Christenmenschen vielleicht noch locker über die Lippen gehen. Aber wenn es darum geht, einmal etwas mehr über seinen Glauben zu sagen, herrscht nicht selten eine merkwürdige Einsilbigkeit. In seinem Vortrag wird Professor Herlyn in allgemeinverständlicher Form an die grundlegenden Erkenntnisse der Reformation erinnern und auf ihre gegenwärtige Bedeutung hin auslegen. Dabei wird deutlich, dass die traditionellen Glaubensinhalte nicht für nostalgisches Erinnern taugen, sondern ein überaus aktueller Impuls bleiben, mit dem sich der christliche Glaube immer noch couragiert in die Probleme einer veränderten Welt einzumischen hat.
Zeit: Di. 20.04.2021, 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Ort: Große Kirche Burgsteinfurt, Friedhof 41, Burgsteinfurt
Kosten: 7,- €
Referent: Prof. Dr. Okko Herlyn, Pfarrer in Duisburg, später Professor für Ethik, Anthropologie und Theologie an der Evangelischen Hochschule in Bochum und Privatdozent für Praktische Theologie an der dortigen Ruhruniversität, vielfach ausgezeichneter Kabarettist, Liedermacher und literarischer Kleinkünstler.
Anmeldung: Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder
   esther.bruenenberg@ekvw.de
   0175/2180681
 














Mehr Zweifel als Glaube?! Kein Glaube ohne Zweifel – Gott (neu und wieder) zur Sprache bringen
 

Glauben – eine Herausforderung, Zweifeln – ein Tabu?! Gott zur Sprache bringen – eine ganz eigene Schwierigkeit. Finden wir eine Sprache für Gott? Haben wir Gesprächspartner? Als Christen ist unser Glaube das Herzstück unserer menschlichen Existenz. Wo aber haben wir Gelegenheit unseren Glauben, vor allem aber unsere Fragen an Gottesbilder und Menschenbilder zur Sprache zu bringen? Wo ist der Ort, an dem wir offen über Gott und die Passionen unseres Lebens und unserer Zeit sprechen können? Glaubensthemen sind existentielle Themen, die unser Leben im Innersten berühren: Es geht um Schuld und Verantwortung, um Freiheit und Zuspruch, um Vergebung und Orientierung. Glaube ist aber immer auch vermittelter Glaube: Das zeigt sich in der Gebetssprache und im Glaubensbekenntnis. Was glauben wir, wie glauben wir, wie hat sich unser Glaube verändert, wie ist unser Glaube entstanden und uns vermittelt worden? Was ist eigentlich ein Gottesbild? Was sagt es über Gott? Was bedeutet es, wenn sich Gottesbilder verändern? In welchen Sprachbildern sprechen wir von Gott? Ist die Sprache verständlich? Wie lässt sich neu und überhaupt wieder von Gott sprechen? Wo hat mein Zweifel Platz und kann sich wandeln in einen glaubwürdigen Zweifel?

Dieses Angebot richtet sich an alle Interessierten, die in einer Gruppe von Menschen, die eine ähnliche Sehnsucht umtreibt, ihren Glauben neu zur Sprache bringen wollen.

Wir arbeiten methodisch vielfältig und kurzweilig. Beiträge aus Filmen, aus Kunst und Literatur werden eine Rolle spielen. Kurz-Präsentationen führen in Themen ein. Es ist viel Zeit für Gespräch und Austausch.

Zu einem Informations- und Schnupperabend am Mi., 24.02.2021 um 19:30 Uhr laden wir herzlich ein.

Zeit:
Das Angebot soll zunächst 4x stattfinden:
Die Termine werden mit der Gruppe vereinbart.

Ort: Ev. Gemeindehaus Gescher, Friedensstr. 2, Gescher

Kosten: keine

Referentin: Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder, Bildungsreferentin im Ev. Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken

Anmeldung: Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder
   esther.bruenenberg@ekvw.de
   0175/2180681






Mehr Zweifel als Glaube?! Kein Glaube ohne Zweifel – Gott (neu und wieder) zur Sprache bringen
 

Glauben – eine Herausforderung, Zweifeln – ein Tabu?! Gott zur Sprache bringen – eine ganz eigene Schwierigkeit. Finden wir eine Sprache für Gott? Haben wir Gesprächspartner? Als Christen ist unser Glaube das Herzstück unserer menschlichen Existenz. Wo aber haben wir Gelegenheit unseren Glauben, vor allem aber unsere Fragen an Gottesbilder und Menschenbilder zur Sprache zu bringen? Wo ist der Ort, an dem wir offen über Gott und die Passionen unseres Lebens und unserer Zeit sprechen können? Glaubensthemen sind existentielle Themen, die unser Leben im Innersten berühren: Es geht um Schuld und Verantwortung, um Freiheit und Zuspruch, um Vergebung und Orientierung. Glaube ist aber immer auch vermittelter Glaube: Das zeigt sich in der Gebetssprache und im Glaubensbekenntnis. Was glauben wir, wie glauben wir, wie hat sich unser Glaube verändert, wie ist unser Glaube entstanden und uns vermittelt worden? Was ist eigentlich ein Gottesbild? Was sagt es über Gott? Was bedeutet es, wenn sich Gottesbilder verändern? In welchen Sprachbildern sprechen wir von Gott? Ist die Sprache verständlich? Wie lässt sich neu und überhaupt wieder von Gott sprechen? Wo hat mein Zweifel Platz und kann sich wandeln in einen glaubwürdigen Zweifel?

Dieses Angebot richtet sich an alle Interessierten, die in einer Gruppe von Menschen, die eine ähnliche Sehnsucht umtreibt, ihren Glauben neu zur Sprache bringen wollen.

Wir arbeiten methodisch vielfältig und kurzweilig. Beiträge aus Filmen, aus Kunst und Literatur werden eine Rolle spielen. Kurz-Präsentationen führen in Themen ein. Es ist viel Zeit für Gespräch und Austausch.

Fortsetzung des Kurses aus 2020
Neue Interessent*innen sind herzlich willkommen!

Zeit: Mi, 20.01.2021 19:00 Uhr
  Mi, 03.02.2021, 19:00 Uhr
  Mi, 17.02.2021, 19:00 Uhr
  Mi, 03.03.2021, 19:00 Uhr

Ort: Ev. Gemeindehaus Ochtrup, Prof.-Gärtner-Str. 44, Ochtrup

Kosten: keine

Referentin: Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder, Bildungsreferentin im Ev. Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken

Anmeldung: Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder
   esther.bruenenberg@ekvw.de
   0175/2180681