Mehr Zweifel als Glaube?! Kein Glaube ohne Zweifel – Gott (neu und wieder) zur Sprache bringen

Glauben – eine Herausforderung, Zweifeln – ein Tabu?! Gott zur Sprache bringen – eine ganz eigene Schwierigkeit. Finden wir eine Sprache für Gott? Haben wir Gesprächspartner? Als Christen ist unser Glaube das Herzstück unserer menschlichen Existenz. Wo aber haben wir Gelegenheit unseren Glauben, vor allem aber unsere Fragen an Gottesbilder und Menschenbilder zur Sprache zu bringen? Wo ist der Ort, an dem wir offen über Gott und die Passionen unseres Lebens und unserer Zeit sprechen können? Glaubensthemen sind existentielle Themen, die unser Leben im Innersten berühren: Es geht um Schuld und Verantwortung, um Freiheit und Zuspruch, um Vergebung und Orientierung. Glaube ist aber immer auch vermittelter Glaube: Das zeigt sich in der Gebetssprache und im Glaubensbekenntnis. Was glauben wir, wie glauben wir, wie hat sich unser Glaube verändert, wie ist unser Glaube entstanden und uns vermittelt worden? Was ist eigentlich ein Gottesbild? Was sagt es über Gott? Was bedeutet es, wenn sich Gottesbilder verändern? In welchen Sprachbildern sprechen wir von Gott? Ist die Sprache verständlich? Wie lässt sich neu und überhaupt wieder von Gott sprechen? Wo hat mein Zweifel Platz und kann sich wandeln in einen glaubwürdigen Zweifel?

Dieses Angebot richtet sich an alle Interessierten, die in einer Gruppe von Menschen, die eine ähnliche Sehnsucht umtreibt, ihren Glauben neu zur Sprache bringen wollen.

Wir arbeiten methodisch vielfältig und kurzweilig. Beiträge aus Filmen, aus Kunst und Literatur werden eine Rolle spielen. Kurz-Präsentationen führen in Themen ein. Es ist viel Zeit für Gespräch und Austausch.

Zu einem Informations- und Schnupperabend am Mi. 09.09.2020 um 19:30 Uhr laden wir herzlich ein.

Zeit:
Das Angebot soll zunächst 4x stattfinden:
23.09.2020, 19:30 Uhr
30.09.2020, 19:30 Uhr
28.10.2020, 19:30 Uhr
11.11.2020, 19:30 Uhr
Ort: Ev. Gemeindehaus Ochtrup, Bahnhofstr.38, Ochtrup
Kosten: keine
Referentin: Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder, Bildungsreferentin im Ev. Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken
Anmeldung: Eine Anmeldung ist nicht zwingend, aus gegenwärtigem Anlass wird jedoch ausdrücklich darum gebeten, da die gebotenen Abstandsregelugen geringere Platzkapazitäten ermöglichen.
Richten Sie Ihre Anmeldung bitte an: Anne Dzierzawa, buero@ev-ju.de oder telefonisch: 02573/797.


Ich glaube… Ja, was eigentlich?
Christsein in einer veränderten Welt

„Ich glaube.“ Diese Worte werden manch einem Christenmenschen vielleicht noch relativ locker über die Lippen gehen. Aber wenn es darum geht, einmal etwas mehr über seinen Glauben zu sagen, herrscht nicht selten eine merkwürdige Einsilbigkeit. In seinem Vortrag wird Professor Herlyn in allgemeinverständlicher Form an die grundlegenden Erkenntnisse der Reformation erinnern und auf ihre gegenwärtige Bedeutung hin auslegen. Dabei wird deutlich, dass die traditionellen Glaubensinhalte nicht für nostalgisches Erinnern taugen, sondern ein überaus aktueller Impuls bleiben, mit dem sich der christliche Glaube immer noch couragiert in die Probleme einer veränderten Welt einzumischen hat.

Zeit: Di. 27.10.2020, 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Ort: Große Kirche Burgsteinfurt, Friedhof 41, Burgsteinfurt
Kosten:  Eintritt frei. Um eine angemessene Spende wird gebeten.
Anmeldung: Eine Anmeldung ist nicht zwingend, aus gegenwärtigem Anlass wird jedoch ausdrücklich darum gebeten, da die gebotenen Abstandsregelugen geringere Platzkapazitäten ermöglichen.
Richten Sie Ihre Anmeldung bitte an: Anne Dzierzawa, buero@ev-ju.de oder telefonisch: 02573/797.

Referent: Prof. Dr. Okko Herlyn, Pfarrer in Duisburg, später Professor für Ethik, Anthropologie und Theologie an der Evangelischen Hochschule in Bochum und Privatdozent für Praktische Theologie an der dortigen Ruhruniversität, vielfach ausgezeichneter Kabarettist, Liedermacher und literarischer Kleinkünstler.


Entdeckungen auf einer Reise durch das Alte Testament

I: Prediger
Wer kennt den fast postmodernen Denker und Skeptiker, der Prediger oder Kohelet genannt wird? Er steht im Alten Testament und denkt sehr ähnlich wie wir. Er bringt sich in die Menschheitsfrage und aktuell wieder aufflammende gesellschaftliche Diskussion ein, worin des Menschen Glück besteht, welche Sinnhaftigkeit und Nachhaltigkeit in seinem Leben liegen und wie sich die Gegenwart angesichts einer grundsätzlichen Endlichkeit gut gestalten lässt. Kohelet lehrt die Menschen die Fähigkeit zur Unterscheidung von Wichtigem und weniger Wichtigem. Er nimmt Stellung zur Herausforderung der Flüchtigkeit und der (zu schnell) vergehenden Zeit. Er fragt nach der bleibenden Bedeutung von Mühe und Arbeit und rückt alle Komponenten des menschlichen Lebens ins richtige Verhältnis. Er hat uns viel zu sagen.
II: Das Hohelied
„Deine Brüste sind wie zwei Kitzlein…“ (Hld 4,5) – Liebe und Erotik im Alten Testament
Ein Stück Liebespoesie in der Bibel, im Alten Testament? Das Hohelied ist häufig wenig bekannt, fristet ein Schattendasein unter den Büchern der Bibel. Liebe und Erotik hatten es schwer in der biblischen und kirchlichen Tradition. Schnell wurde das Hohelied entschärft, metaphorisch oder allegorisch verstanden, nicht aber als Sammlung von Liebesliedern, die die unbefangene Liebe zwischen Mann und Frau besingen, weder an Zweck, Institution oder Form gebunden, nicht in rechtliche Bahnen gelenkt, nicht auf Kinder sinnend, sondern einander zugewandt im Liebesspiel der Verliebten, das gerade die Schönheit des Körpers vor der Schönheit der Seele betont. Liebe um der Liebe willen, das ist die Botschaft des Hohenliedes.
Der Abend lädt ein zum Kennenlernen und Wiederentdecken eines einzigartigen biblischen Buches mit Sprachgewalt und Ausdruckskraft, das dem Menschen Sexualität und Erotik als genuinen Bestandteil seines Menschseins zuspricht.

Zeit: Di. 15.09.2020, 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr (I) entfällt: Neuer Termin Mo. 02.11.2020, 19:00 Uhr
         Di. 29.09.2020, 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr (II)entfällt: Neuer Termin Mo. 30.11.2020, 19:00 Uhr
Ort: Dorothee Sölle-Haus Ahaus, Wüllenerstr. 16, Ahaus
Kosten: keine
Referentin: Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder, Bildungsreferentin im Ev. Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken
Anmeldung: Eine Anmeldung ist nicht zwingend, aus gegenwärtigem Anlass wird jedoch ausdrücklich darum gebeten, da die gebotenen Abstandsregelugen geringere Platzkapazitäten ermöglichen.
Richten Sie Ihre Anmeldung bitte an: Anne Dzierzawa, buero@ev-ju.de oder telefonisch: 02573/797.

 

Einfach nur evangelisch werden?“ – Worin besteht das Anliegen der Frauen von Maria 2.0?

Pfarrerinnen gibt es in der Ev. Kirche, mehr Einfluss für Frauen auch, synodal-demokratische Strukturen ohnehin – wäre demnach die Konversion nicht die Lösung der Konfliktfelder, für die sich die Frauen von Maria 2.0 einsetzen? Begonnen hat alles ganz klein, mit 5 Frauen aus der Heilig-Kreuz-Gemeinde in Münster, die gemeinsam mit anderen Gemeindemitgliedern „Evangelii gaudium“, das erste Apostolische Schreiben von Papst Franziskus gelesen und diskutiert haben. Widersprüche zur Situation der Katholischen Kirche wurden offenkundig. „Maria 2.0“ gründete sich, eine Initiative, die große Wellen geschlagen und viele Anhänger gefunden hat.
Der Abend beleuchtet die Situation der Frauen in der Katholischen Kirche, zeigt Missstände von der Geschichte her bis heute auf, macht deutlich, worunter Frauen in der Katholischen Kirche leiden und was sie mit guten biblischen, historischen, theologischen und feministischen Gründen fordern.
Zu Gast ist die kath. Theologin Monika Schmelter, eine der Initiatorinnen von Maria 2.0 aus Münster!

Ort: Dorothee Sölle-Haus Ahaus, Wüllener Str. 16, Ahaus
Zeit: Di. 06.10.2020, 19:30 Uhr bis 22:00 Uhr
Kosten: Der Eintritt ist frei. Um eine angemessene Spende wird gebeten.
Referentin: Monika Schmelter, kath. Theologin, Initiatorin von Maria 2.0
Anmeldung: Eine Anmeldung ist nicht zwingend, aus gegenwärtigem Anlass wird jedoch ausdrücklich darum gebeten, da die gebotenen Abstandsregelugen geringere Platzkapazitäten ermöglichen.
Richten Sie Ihre Anmeldung bitte an: Anne Dzierzawa, buero@ev-ju.de oder telefonisch: 02573/797.

 


Tagesfahrt zur Alten Synagoge Essen: Führung durch die Dauerausstellung „Jüdischer Glaube“ und Führung über den Jüdischen Friedhof

Die Alte Synagoge Essen ist heute ein Museum, der in zahlreichen Vitrinen jüdisches Leben und Glauben erschließt. Der Bau ist historisch und sehenswert. Er gibt einen Einblick in die Zeit des florierenden Judentums in Deutschland. Das Haus jüdischer Kultur befindet sich im früheren Synagogenbau der Jüdischen Gemeinde in Essen. Das Baukunstwerk gehört zu den größten und architektonisch bedeutendsten, freistehenden Synagogenbauten Europas aus der Anfangszeit des 20. Jahrhunderts und ist ein einzigartiges Kulturdenkmal.
Ausstellungsbereiche zur jüdischen, deutsch-jüdischen Geschichte und zur jüdischen Kultur der Gegenwart eröffnen spannende und wissenswerte Einblicke zur jüdischen Religion. Zugleich zeigen sie, wie verwandt Judentum und Christentum miteinander sind und dass wir uns nur als Geschwister verstehen können - Geschöpfe des einen Schöpfers.
Eine Führung wird uns die Geschichte der Jüdischen Gemeinde Essen und der Architektur des Gebäudes erschließen, uns die Religion und Kultur des Judentums und des jüdischen Volkes vor Augen führen und uns unsere eigene Verwurzelung in der Geschwisterreligion deutlich machen.
Anschließend ist Gelegenheit einen jüdischen Friedhof mit seinen vielen Erzählungen über das Leben der Verstorbenen und die Hoffnung des Judentums auf ein unzerstörbares Leben bei Gott kennenzulernen.

Zeit: Di. 08.09.2020, 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Ort: Alte Synagoge Essen, Edmund Körner-Platz 1, Essen
       Treffpunkt: vor der Alten Synagoge (bei selbständiger Anfahrt mit dem PKW)
Kosten: 10,- € ohne Verpflegung (es besteht Gelegenheit zum individuellen Mittagessen)
Referentin: Jennifer Schlemminger
Anmeldung: Richten Sie Ihre Anmeldung bitte an: Anne Dzierzawa, buero@ev-ju.de oder telefonisch: 02573/797.


Von Würde und Wertschätzung: Frauen im Islam quergedacht und hinterfragt: Neue Perspektiven auf den Koran

Frauen im Islam, Frauen im Koran? Gemeinhin werden sie schnell mit Unterdrückung und Diskriminierung in Verbindung gebracht – ein wenig anschlussfähiges Frauenbild für unsere westeuropäischen Gesellschaften, wie es scheint! Aber: Stimmt das wirklich? Was sagt der Koran? Wie sind sog. Problemaussagen, schwierige und sperrige Texte zum Frauenbild im Koran zu verstehen?

Ein kritischer, reflektierter und fachkundiger Blick in den Koran wird uns ein Fenster in die arabische
Welt des 7. Jh.s. öffnen, als der Koran entstand und verfasst wurde und neue Blickwinkel erschließen.
Frau Saida Aderras steht für eine historisch-kritische Betrachtungsweise des Koran, ähnlich wie wir als Christen die Bibel betrachten und auslegen. Das macht sie zu einer interessanten, spannenden und seltenen Gesprächspartnerin. Als Religionslehrerin und Mitarbeiterin der Stiftung Weltethos bringt sie einen reichen Erfahrungsschatz im Dialog mit Christen mit.

Lassen Sie sich mitnehmen auf diese spannende Reise. Bedeutsam wird die Frage sein, wie die neuen Erkenntnisse in der Lebenswelt heutiger muslimischer Frauen fruchtbar werden und wie sie in den gesellschaftlichen und interreligiösen Dialog eingebracht werden können.

Zeit: Fr. 04.09.2020, 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Ort: Ev. Gemeindehaus Ochtrup, Bahnhofstr. 38, Ochtrup
Kosten: Eintritt frei. Um eine angemessene Spende wird gebeten.
Referentin: Saida Aderras, muslimische Religionslehrerin, Islamwissenschaftlerin, Mitarbeiterin der Stiftung Weltethos, Dortmund
Anmeldung: Eine Anmeldung ist nicht zwingend, aus gegenwärtigem Anlass wird jedoch ausdrücklich darum gebeten, da die gebotenen Abstandsregelugen geringere Platzkapazitäten ermöglichen.
Richten Sie Ihre Anmeldung bitte an: Anne Dzierzawa, buero@ev-ju.de oder telefonisch: 02573/797.


Glaube, Ethik und Friedensverpflichtung in Islam und Christentum – Ein Gespräch zwischen der Theologin Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder und der Religions- und Islamwissenschaftlerin Saida Aderras  

Im Dialog gehen die Referentinnen der Frage nach, wie ihr gemeinsamer Glaube an den einen Gott - wenn auch in unterschiedlicher Verehrungsweise - zum gemeinsamen Handeln, zu einem gemeinsamen Ethos führt: vor allem zur gemeinsamen Verpflichtung zum Frieden. Sie zeigen Friedensinitiativen auf und erschließen entscheidende Texte aus ihren Heiligen Schriften. Sie wollen deutlich machen, wie sehr beide Religionen trotz herausfordernder Problematiken und Gewaltanwendung in Gegenwart und Geschichte in der Mitte ihres Gottesbekenntnisses, ihrer Schriften und ihrer Tradition, ja ihres religiösen Selbstverständnisses Religionen des Friedens sind.

Zeit: 17.09.2020, 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr entfällt Neuer Termin: 12.02.2021, 9:30 Uhr - 12:00 Uhr
Ort: Ev. Kirche Gescher, Friedensstr. 2 Gescher
Kosten: keine
Referentinnen: Saida Aderras, muslimische Religionslehrerin, Islamwissenschaftlerin, Mitarbeiterin der Stiftung Weltethos, Dortmund und Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder, kath. Theologin, Bildungsreferentin im Ev. Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken
Anmeldung: Eine Anmeldung ist nicht zwingend, aus gegenwärtigem Anlass wird jedoch ausdrücklich darum gebeten, da die gebotenen Abstandsregelugen geringere Platzkapazitäten ermöglichen.
Richten Sie Ihre Anmeldung bitte an: Anne Dzierzawa, buero@ev-ju.de oder telefonisch: 02573/797.